Immer mal wieder: ein Grenzstein gestohlen!

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Der Laie staunt, und der Fachmann/die Fachfrau wundert sich! Wenn ich mich nicht irre, hat erstmalig eine überregionale Zeitung, und zwar die Berliner „tageszeitung“ (TAZ), über einen gestohlenen Grenzstein berichtet. Und zwar auf der letzten, sog. „Wahrheits-Seite“, die unterschiedlichste Themen eher satirisch aufgreift.

In der (bundesweiten) Ausgabe vom 9.4.2008 ist unter GURKE DES TAGES zu lesen:

„Diebe haben bei Negenborn im Solling einen historischen Grenzstein gestohlen. Der zentrnerschwere behauene Sandstein mit der Jahreszahl 1823 und dem Buchstaben C sei aus einem Waldstück verschwunden, sagte der zuständige Revierförster am Dienstag. Ein Spaziergänger habe ihn auf den Diebstahl aufmerksam gemacht. Er selbst habe den Klotz zuletzt im Herbst vergangenen Jahres gesehen. Die genaue Bedeutung der alten Markierung sei ungeklärt. Aber irgendwer kann offensichtlich etwas damit anfangen.“

Leider ja, muss man mal wieder sagen, denn diese Unsitte, in der Regel denkmalgeschützte Grenzsteine auszugraben und zu verscherbeln bzw. im eigenen Partykeller aufzustellen, taucht nach wie vor bisweilen in der lokalen und/oder regionalen Presse als Meldung auf. Bei monumentum.net kann man in der Rubrik „ebay alarm“ Hinweise auf entwendete und käuflich angebotene Grenzsteine erhalten.