Filmkomödie zum Thema „Grenze“

Nein, Grenzsteine sind in dieser Filmkomödie, die in Frankreich zum Kassenschlager avancierte, leider nicht zu sehen. Seit Ende Juli 2011 läuft dieser süffisante Streifen immer wieder auch in deutschen Kinos und neuerdings im TV, und in der Tat behandelt er ein „Grenz-Thema“, nämlich den Wegfall trennender (Zoll-) Grenzen zwischen Frankreich und Belgien nach Ratifizierung des Schengener Abkommens. Z. T. wirklich rassistisch anmutende Vorurteile werden gegenüber dem jeweiligen Nachbarn in zwei Zöllnern verkörpert, vor allem in dem belgischen Beamten. Dieser versetzt in einer Szene nachts eine belgisch-französische Grenztafel, um das belgische Territorium zu vergrößern – ein auch im „Grenzsteinverrücken“ oft vollzogenes Vergehen. „Nichts zu verzollen“ ist zwar politisch gesehen recht harmlos, ruft aber auf amüsante-hintersinnige Weise das Verbindende der Menschen in Grenzregionen wach, verurteilt nationale Borniertheit und chauvinistische Vorurteile. Leichte, aber vergnügliche Unterhaltung!

„Nichts zu verzollen“, Frankreich 2010, 108 Minuten; Regie und Buch: Dany Boom; Darsteller: Dany Boom, Benoît Poelvoorde, Julie Bernard.

Im Fernsehen (ARD) am 15. Januar 2014, 22:45 Uhr.

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