Grenzstein der Vierherrschaft Lebach

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Gemeinschaftsherrschaften dürften auch vor den Umwälzungen der Französischen Revolution eher selten gewesen sein. In der Saarregion existierte die Vierherrschaft Lebach als eine Art „joint venture“ zwischen dem Fürstbistum (Kur)Trier (2/7), den Herren von Hagen zur Motten (2/7), den Herren von Siersburg (2/7-Anteil gelangte letztlich an das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken) und dem Kloster Fraulautern (1/7).

Grenzstein Lebach

In dem zu Lebach gehörenden Ortsteil Knorscheid wurde 1762 unweit der Theelbrücke ein Grenzstein gesetzt, der als Zeichen die typische Wolfsangel für das Fürstentum Nassau-Saarbrücken, ein großes „Z“ für Dagstuhl-Primsweiler und die Ziffer/Buchstabenkombination „4HL“ (die Buchstaben in Ligatur) für die Vierherrschaft Lebach trägt.

Grenzstein Lebach 2

Ein weiteres Exemplar eines Grenzsteines mit der Inschrift „4HL“ steht noch in der Gemarkung „Gehemm“ an der Grenze zwischen Rümmelbach (RB) und dem zum Zweibrücker Amt Schaumburg gehörigen Dorf Gresaubach.