Bayrisch-preußischer Grenzstein am Saarbrücker Stadtrand neu eingeweiht

Nach Ausfindigmachen und Neusetzen des 2014 wieder aufgefundenen Grenzsteines (siehe Beitrag „Standort eines verschollenen Grenzsteins ausfindig gemacht“) konnte im August 2015 der selbige in einer kleinen feierlichen Runde als historisches Flurdenkmal neu eingeweiht werden. Seine Funktion als Bannstein zwischen den Saarbrücker Stadtteilen Fechingen und Eschringen hatte er durch die saarländische Gebietsreform von 1974 verloren.

Grenzstein Eschringen Grenzsteintransport, August 2014

Der imposante Eckgrenzstein im Eschringer Vierherrenwald wurde vermutlich in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts (ca. 1840) gesetzt. Bislang konnte lediglich die laufende Nummer 20 entziffert werden, was sich aber mit der Grenzlinie der Nachbarsteine (19a und 21) in Einklang bringen lässt.

Grenzstein EschFech 20

Als besonderer Gast der Zeremonie konnte u. a. aus dem „preußischen“ Fechingen Günter Nieser, seines Zeichens Experte für die lokale Ortsgeschichte, begrüßt werden. Bleibt zu hoffen, dass der Grenzstein, dessen Initialen noch einige Rätsel aufgeben, künftig nicht mehr „angetastet“ wird, stattdessen einen lohnenden Zwischenstopp für Spaziergänger und Wanderer markiert.

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