(Wappen-) Tiere auf Grenzsteinen

Grenzsteine mit eingemeißelten Tieren sind zwar nicht selten (vor allem Löwen, Adler), besonders als heraldische Attribute. Stehen sie aber in Beziehung zum Ortsnamen, dann können auch eher untypische Tiere auftauchen.

Im französischen Sarre-Union, der Hauptstadt des „Krummen Elsass“, das früher lothringisch war und seinerzeit Bockenheim (Bukenum) hieß, sollen im Mittelalter (vermutlich schon im 13. Jahrhundert) Grenzsteine mit einem Bock gesetzt worden sein. Der Illustrator Henri Bacher (1890-1934) hat offenbar noch einen gesehen, der einst auf dem Bockenheimer Bann gegen Oermingen zu gestanden haben muss.

 

Der Stein aus dem Jahre 1805 mit dem „Stuttgarter Rössle“ steht in der Nähe des Rudolf-Sophien-Stifts auf der alten Stuttgarter Gemarkungsgrenze. Das ZOZ bedeutet die laufende Nr. 202.

(Foto: Winfried Schweikart)

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