Nassau-saarbrückische Grenzsteine

Zu den bedeutendsten Herrschaften in der Saarregion zählte bis 1793 (dem „Eintreffen“ der französischen Revolutionstruppen) die Grafschaft Saarbrücken. Sie dehnte sich im Zentrum des heutigen Saarlandes, zwischen Ottweiler, Völklingen und Saarbrücken, aus. Zu einer Verbindung zwischen den Grafschaften Saarbrücken (-Commercy) und Nassau kam es durch die Heirat der Tochter des letzten Saarbrücker Grafen Johann II. (+ 1381) mit einem Nassauer. Die letzten Regenten nannten sich Fürsten von Nassau-Saarbrücken, obwohl ihnen auf der sog. „Fürstenbank“ des Reichstages kein Sitz zustand.

Der wohl älteste nassau-saarbrückische Grenzstein auf saarländischem Boden steht in Oberlinxweiler bei St. Wendel. Er wurde 1585 an der „churtrierisch-nassauischen“ Grenze gesetzt. (Abbildung in Vorbereitung!)

Vermutlich wegen des komplexen Wappens verwendete man an dessen Stelle zur Kennzeichnung seines Territoriums neben den Initialen NS (für das Fürstentum Nassau-Saarbrücken) eine sog. „Wolfsangel“ – ein auch anderswo (z. B. Pfalz-Zweibrücken) benutztes grundherrliches Forstzeichen.

Benoit Nassau

Grenzstein aus dem Jahre 1767 mit dem und der „Wolfsangel“ auf der einen, der französischen Lilie auf der anderen Seite – gezeichnet von Louis Benoît.

Nassau Eschringen

Ein weiterer Grenzstein (5A) mit der nassau-saarbrückischen „Wolfsangel“, gesetzt 1768, an der alten Bann- und Territorialgrenze zwischen Eschringen (Saarbrücken) und Ormesheim (Mandelbachtal); auf der Ormesheimer Seite erkennt man das Wappen der Reichsherrschaft Blieskastel/von der Leyen.

Etwas anders gestaltet ist ein Grenzstein auf der gleichen Grenzlinie bei Spiesen.

NS Spiesen

s. a. Grenzsteine der Grafschaft Saarwerden im „Krummen Elsass“