Kurtrierische Grenzsteine

Das Kurfürstentum Trier bestand von der Goldenen Bulle 1356 an bis zum Reichsdeputationshauptschluss 1803. Die Erzbischöfe waren nicht nur geistliche Oberhäupter, sondern seit spätkarolingischer Zeit an auch weltliche Landesherren. Im 17. Jahrhundert wechselte die Residenz von Trier nach Koblenz. Das weitgehend geschlossene Territorium erstreckte sich vom Unterlauf der Saar bei Merzig beiderseits der Mosel bis Koblenz und lahnaufwärts bis Limburg. In der Saarregion zählte das Amt St. Wendel sowie der Anteil am Kondominium Merzig/Saargau (gemeinschaftlicher Besitz mit Lothringen bzw. dessen Nachfolger Frankreich – ab 1778) zum Erzbistum.

Das Wappen der Trierer Kurfürsten findet sich auch auf den Grenzsteinen zwischen Saar, Mosel und Lahn: Es stellt ein (rotes) Balkenkreuz (in Silber) dar.

Kurtrier Grenzstein        Kurtrier Grenzstein

In Menningen steht in der Ortsmitte ein translozierter Grenzstein (auf der Rückseite die bourbonische Lilie)

Seit 1778 bildete die Saar die Südwestgrenze zwischen Kurtrier und dem Königreich Frankreich. In Saarhölzbach, an der heutigen Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und dem Saarland, hat sich eine imposante Grenzsäule (in der Nähe des Saarufers) erhalten – auch hier neben dem Balkenkreuz die bourbonischen Lilien.

Grenzsäule Trier

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