Zwischen Grenzsteinen: die Friedenskapelle von Oberperl und Merschweiler

Im Dreiländereck an der Mosel, östlich vom bekannten luxemburgischen Schengen, überrascht den unvorbereiteten Wanderer, der vom deutschen Oberperl (Ortsteil der Gemeinde Perl) aus die unsichtbare Grenze ins französische Merschweiler passiert, eine kleine, eher unscheinbare Kapelle. Sie steht mitten auf der Grenze – eben zwischen Deutschland (Saarland) und Frankreich (Lothringen).
Errichtet wurde sie in einer Gemeinschaftsinitiative von Bürgern aus den genannten Dörfern im sog. „Niemandsland“, einem weder zu Deutschland noch zu Frankreich gehörenden Streifen zwischen 1830 gesetzten Grenzsteinen, und 1999 eingeweiht.

Sie versteht sich als Mahnmal an unselige Kriegszeiten (vor allem die beiden Weltkriege) zwischen den sog. „Erzrivalen“, bei denen die Menschen beider Völker – gerade in den Grenzregionen – immer wieder unendliches Leid erfahren mussten. Daran erinnert auch ein Gedenkstein nahe der Kapelle: an den Dreißigjährigen Krieg und die Reunionskriege.

Wer das ackerbaulich genutzte Land Richtung Südosten begeht – immer zwischen Grenzsteinpaaren entlang -, stößt dann auch auf die Skulpturenallee „Steine an der Grenze“.

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