Grenzsteine kleiner Herrschaften III.

Das Herzstück des Bliesgaus deckte sich mit der Grafschaft Blieskastel, die Mitte des 14. Jahrhunderts vom Fürstbistum Trier übernommen wurde. Nach dem verheerenden 30-jährigen Krieg und den Reunionskriegen veräußerte Fürstbischof Karl Kaspar von der Leyen das Amt Blieskastel an seine ursprünglich von der Untermosel stammenden Familie. Deren Vorfahren hatten bereits seit dem 15. Jahrhundert in der Bliesgegend nach und nach kleinere Besitzungen erworben. Seit 1663 war die Grafschaft Blieskastel nunmehr fest in Leyen’scher Hand. In der Folge wurden auch die das Territorium begrenzenden, wohl kurtrierischen Steine durch neue, das Leyen’sche Wappen tragende Grenzsteine ersetzt. Die Grafen von der Leyen führten in ihrem Schildwappen einen silbernen Pfahl in blauem Feld. Die Ausführung der Leyen’schen Wappendarstellung auf den Grenzsteinen fiel sehr unterschiedlich aus.

An einem Grenzweg zwischen Spiesen (zu Nassau-Saarbrücken gehörig) und St. Ingbert (leyisch) stehen etliche, recht imposante Grenzsteine aus Sandstein:

Die Ostseite eines 1768 gesetzten Dreibänners auf dem alten Wallfahrtsweg vom ehemaligen Vierherrendorf Eschringen zum Kloster Gräfinthal durch den Bliesransbacher Bann zeigt das Leyen’sche Wappen nebst Jahreszahl und Initialen von Ormesheim.

Ein translozierter Grenzstein wird in der Orangerie von Blieskastel aufbewahrt. Wann er gesetzt wurde und wo er einst stand, ist nicht bekannt.

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