Grenzsteine an der badisch-schweizerischen Grenze I.

Während eines Ausfluges nach Weil am Rhein hatte ich die rechtsrheinische Grenzlinie im Blick und wollte wenigstens einige, vor allem sehr alte Grenzsteine aufspüren. Allerdings regnete es in Strömen, und die Suche im Grenzgebiet zwischen Weil und Grenzach gestaltete sich mühselig. In einer Schrebergärtenanlage erhoffte ich mir, eine Grenz(stein)platte zu finden, die 1488 urkundlich erwähnt wurde. Sie war während der Regentschaft des badischen Markgrafen Philipp II. von Hachberg-Sausenberg gesetzt worden. In der unten aufgeführten Literatur wurde diese Grenzmarke aus rotem Sandstein noch als existent erwähnt. Inzwischen fehlt sie aber; ihr Verbleib ist unklar. Auf der einen Seite soll ein „Baselstab“ eingemeißelt gewesen sein, auf der anderen Seite das Markgrafenwappen mit der Inschrift „banstein“ in gotischen Minuskeln.

banstein Weil

Immerhin fand ich in der Nähe einen Granitstein aus dem Jahre 1893 mit dem Basler Wappen (Bischofsstab) und den Buchstaben GB für Großherzogtum Baden. Rund 140 Grenzsteine aus unterschiedlichsten Epochen und mit verschiedenen Herrschaftswappen sind auf dieser Grenzlinie noch vorhanden. Also ein Dorado für Grenzstein-Wanderer! Ich will’s beim nächsten Besuch im Markgräflerland nochmals angehen.

Grenzstein

Literaturhinweise:
Moehring, Gerhard: Die rechtsrheinische Grenze um Basel. In: Das Markgräflerland, Jg. 4/35, Heft 1/2, 1973. S. 16-24.
Grenzen – Grenzsteine / Oberfinanzdirektion Freiburg. Freiburg i. B., 1972. S. 45-70.

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