Grenzsteine kleiner Herrschaften I.

Auch von sehr kleinen Herrschaften haben sich im lothringisch-saarländischen Grenzland interessante Grenzsteine erhalten, z. B. von den Reichsherrschaften Kerpen-Illingen und Schwarzenholz.

Die Reichsherrschaft Kerpen-Illingen, so benannt nach einem aus der Eifel stammenden Geschlecht (Burg Kerpen bei Daun), setzte sich lediglich aus einigen Dörfern um Illingen und Exklaven in Lothringen zusammen. Die Freiherren von Kerpen führten als Wappen einen (roten) Zackenbalken, der sich auch auf Grenzsteinen wiederfindet. So steht ein bemerkenswerter Dreibänner an der ehemaligen Banngrenze zwischen Wemmetsweiler, Stennweiler und Hüttigweiler, gleich mehrere Läufer auch an der Grenze zwischen Lixing und Rouhling in der Nähe der lothringischen Stadt Sarreguemines (Saargemünd). Zu erkennen sind der kerpener Zacken (mit Herz) und das lothringer Kreuz:

Die Reichsherrschaft Schwarzenholz war noch kleiner, bestand lediglich aus den Dörfern Schwarzenholz und Labach und gehörte seit 1765 dem (adeligen) Frauenkloster Fraulautern. Das Wappen der letzten Äbtissin vor der Auflösung in der Französischen Revolution bezieht sich auf deren elsässisches Adelsgeschlecht (Neuenstein): an sich ein fünfspeichiges (goldenes) Rad; auf Grenzsteinen ist das eingemeißelte Rad allerdings nur vierspeichig.

Grenzstein Schwarzenholz

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