Grenzsteine geistlicher Herrschaften I.

Grenzsteine geistlicher Herrschaften (z. B. Fürstbistümer und Klöster) sind nicht selten. Vor allem im Süden und Südwesten Deutschlands haben sich etliche erhalten.

In Füssen im Allgäu fand ich während eines Aufenthaltes im Winter sog. „Hauptmarksteine“ aus wetterfestem Marmor (!) mit dem Wappen des Hochstifts Augsburg auf der einen und dem Wappen Kurbayerns auf der anderen Seite, die gemäß eines „Grenzbereinigungsvertrages“ im Jahre 1785 gesetzt worden waren:

 

In der Vorderpfalz und im nordbadischen Kraichgau trifft man bisweilen noch auf Grenzsteine mit dem Wappen des Hochstifts Speyer. In der alten Natursteinmauer der Probierstube eines Weingutes in Neustadt-Diedesfeld entdeckte ich einen abgebrochenen, eingefügten Grenzstein aus dem Jahre 1756; einen ähnlichen beherbergt das Heimatmuseum im nordbadischen Karlsdorf:

Menü schließen