Mittelalterlicher Grenzstein aus dem Périgord

Ich gestehe, dass ich nicht erwartet hatte, während eines Urlaubs im Südwesten Frankreichs auf einen nennenswerten Grenzstein zu stoßen. Aufwändig gestaltete Grenzsteine außerhalb des ehemaligen Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation sind sehr rar.

Im „Musée d’Art et d’Archéologie du Périgord“ der Stadt Périgueux, Hauptstadt des Départments Dordogne, entdeckte ich am Schluss meines Museumsbesuchs einen imposanten Kalkstein, der sich tatsächlich als Grenzstein entpuppte. Die Mitarbeiter des Museums konnten mir nichts Näheres zu ihm sagen; zum Glück gab es ein kleines, verblasstes Hinweisschild mit folgendem Text (hier in der Übersetzung):

Der Stein von Saint Augûtre

„Dieser Grenzstein wurde 1491 gesetzt, um die Gerichtsbarkeiten der Bistümer und der Stadt von Périgueux zu scheiden. Er trägt auf der Vorderseite die Wappen der Stadt Périgueux, auf der Rückseite jene des Monsignore Gabriel du Mas (gestorben im Jahre 1497).“

Grenzstein Périgord                    Grenzstein Périgord II

Die Rückseite ist leider stark verwittert.

Ursprünglich stand dieser Grenzstein bei Coulounieix-Chamiers

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