Weinbergsgrenzen im Rhônetal

Im Rahmen einer Weinexkursion erklommen mein Sohn (von Hause aus Winzer) und ich eine der bekanntesten Weinlagen im nördlichen Rhônetal, kurz „hermitage“ (= Einsiedelei) genannt. Von der Höhe aus, wo auch eine markante Kapelle steht, blickt man auf die Gemeinde Tain-l’Hermitage und die gegenüber liegende Stadt Tournon-sur-Rhône.

Chapelle Hermitage  (Foto: Yannick Schmitt)

Hier soll sich einst die Bleibe eines Eremiten befunden haben, der – des Krieges müde – sich um 1224 auf den Gipfel des Granithügels zurückgezogen hatte. Es handelte sich um den Ritter Henry Gaspard de Stérimberg, der am Kreuzzug (konkreter: Vernichtungsfeldzug) gegen die Albigenser teilgenommen hatte.

Der schon seit der Antike mit Weinreben bestockte Berg muss irgendwann nach der Einsiedelei benannt worden sein. Seit vielen Jahrzehnten teilen sich die großen Weingüter Jaboulet Aîné und M. Chapoutier diese exponierte Lage.
Zur Markierung der Weinbergsgrenzen wurden Steinwälle gezogen und seit geraumer Zeit auch Steine gesetzt, wobei jene der „Domaines Paul Jaboulet Aîné“ in der Tat der klassischen Form von Grenzsteinen entsprechen.

Weinbergsgrenze Hermitage        Weinbergsgrenzstein Hermitage

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