Felsmarken und Grenzsteine im Gimmeldinger Wald

Im Pfälzerwald findet man des öfteren eindrucksvolle Felsmarken, die oft mit zahlreichen Zeichen und Initialen versehen sind; so auch an den alten Gemarkungs- und Herrschaftsgrenzen zwischen den Neustadter Ortsteilen Gimmeldingen und Königsbach sowie der Gemeinde Deidesheim.

Unweit des Ausflugslokals „Looganlage“ sind auf der Höhe entlang eines Wanderweges gleich mehrere imposante Felsmarken zu entdecken. Die bekannteste ist der sog. „Kaffenstein“ (= „Kerbstein“?). Er markierte den Grenzpunkt zwischen den Waldungen der oben genannten Dörfer. Es ist schwierig, die Felsenplatte komplett abzulichten; die Zeichnung gibt etliche Jahreszahlen und Zeichen (nebst der Silhouette eines Indianerkopfes!) wieder:

Kaffenstein Zeichnung

Der Buchstabe „A“ bezieht sich auf den Anfang der Grenzsteinreihe und die Renovatur von 1769; zu erkennen sind weiterhin das kurpfälzische Rautenwappen (für Gimmeldingen), das Kreuz des Fürstbistums Speyer (für Deidesheim) und das Königsbacher Zackenkreuz mit Hirschhorn. Ein 1934 eingehauenes „Hakenkreuz im Lorbeerkranz“ wurde weitgehend entfernt.

Die bereits aufgeführten Hoheitszeichen sind besser auf einer benachbarten Felsmarke zu erkennen. Dort steht auch noch ein Grenzstein aus dem Jahre 1694:

Felsmarke Gimmeldingen

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