Grenzsteine-Sammlung im Rathaus von Müllheim/Baden

In der Mitte des schönen Markgräflerlands (südlich von Freiburg) liegt die Kleinstadt Müllheim (mit ihren Ortsteilen Britzingen, Dattingen, Feldberg, Hügelheim, Niederweiler, Vögisheim und Zunzingen). In Wald, Feld und Flur trifft man natürlich hin und wieder Bannsteine an; eine bemerkenswerte Sammlung an translozierten Steinen befindet sich aber auch im 2. Stock des Rathauses.

Grenzstein Nr. 32, gesetzt 1742, stand an der Banngrenze zwischen (Bad) Krozingen und Schlatt. Der Habsburger Wappenlöwe soll die Herrschaft Pfirt symbolisieren (Vorderösterreich). Auf der leider nicht zugänglichen Rückseite befindet sich ein Johanniter- bzw. Malteserkreuz (Schlatt gehörte den Maltesern in Heitersheim).

Grenzstein Müllheim 1

Der 1850 gesetzte Bannstein zwischen Müllheim und Auggen trägt als auffällige Zeichen das „halbe Mühlrad“ und den „Halbmond“, ein Verweis auf das Müllheimer Wappen.

Grenzstein Müllheim 2

Der 1831 gesetzte Bannstein zwischen den Dörfern Ehrenstetten und Bollschweil (östlich von Bad Krozingen) trägt im Wappen auch drei Buchstaben. Sie sollen auf drei nebeneinander aufragende Erhebungen verweisen: den Batzenberg (B), den Kirchberg (K) und den Ölberg (E). Die Weisung bestätigt eigentlich, dass es sich um einen Läufer handelt. Eine eher nachvollziehbare Deutung als Dreibänner, die die Initalen auf die Anrainerdörfer bezieht – B für Bollschweil, K für Kirchhofen und E für Ehrenstetten – kommt wohl nicht in Frage.

Grenzstein Müllheim 3

Adresse: Rathaus Müllheim, Bismarckstraße 3, 79379 Müllheim
Öffnungszeiten: Mo – Fr: 8 – 12 Uhr, Mo – Mi: 14 – 16 Uhr, Do: 14 – 20 Uhr

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