Nordwestlichstes Grenzzeichen Deutschlands auf Borkum

Während eines Kurzaufenthaltes auf der ostfriesischen Insel Borkum staunte ich nicht schlecht, als ich beim Spazierengehen an einem grün-weiß-gestrichenen Pfahl vorbei kam, der sich schließlich als Grenzpfahl mit interessanter Geschichte entpuppte. Er war im Oktober 2004 auf Initiative des heimischen Rotary Clubs gesetzt worden. Sockel, Texttafeln sowie eine Schautafel erklären den Hintergrund: Mit der völkerrechtlichen Anerkennung der (einst von Spanien beherrschten) Niederlande (=Generalstaaten) im Westfälischen Frieden zu Münster und Osnabrück im Jahre 1648 wurde die Insel zum nordwestlichsten Winkel des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation (und seiner Nachfolgerstaaten).

Die Schautafel verweist auch auf die Existenz eines Grenzsteines, der aber abgegangen zu sein scheint. Ab 1484 gehörte die Insel übrigens den Grafen von Ostfriesland. Als das Grafengeschlecht der Cirksena 1744 ausstarb, wurde sie von Preußen übernommen.

 

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