Grenzsteine südlich von Hannover

Bei mehreren Stippvisiten im Umland von Hannover konnte ich auch auf Grenzsteinsuche gehen. Mit meinem Schwager Andreas Prull folgte ich Grenzgräben in einem Waldstück nördlich des Hemminger Ortsteils Ohlendorf. Dabei entdeckten wir verschiedene Typen von Grenzsteinen, die zum einen mit einem C versehen waren (für das Fürstentum Calenberg / Hannover), zum anderen eine Wolfsangel zeigten. Als Jahreszeichen für die Setzung ist 1768 eingemeißelt.
Die liegende Wolfsangel gilt als Wald- und Wildzeichen der Welfenherzöge. Sie war laut einem Rezess von 1664 schon für die Grenzbäume vorgeschrieben. Vorwiegend im 18. Jahrhundert wurden Grenzsteine, die die Grenze des Kurfürstentums Hannover, Amt Calenberg, markierten, mit einer Wolfsangel gekennzeichnet.
Noch unklar ist, welchen konkreten Grenzverlauf die Grenzsteine auf den nachfolgenden Fotos abmarkten.

Grenzstein Calenberg A.                   Grenzstein Calenberg 2                             Grenzstein Calenberg 3

Leider recht verwittert und dadurch schlecht lesbar ist die Inschrift eines Grenzsteines an einem Grenzgraben:

Grenzstein Calenberg Graben

 

Westlich des Calenberger Landes erstreckt sich das Schaumburger Land, das offenkundig ein Dorado für Grenzsteinliebhaber sein muss. In der Tourist-Info von Bad Nenndorf konnte ich ein sehr anschaulich gestaltetet Poster – Titel: „Schaumburger Grenzen“ – mit entsprechendem Infoblatt erwerben.

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