Standing Stones in Schottland

Dass Schottland ein Dorado für Menhire und andere steinere Flurdenkmale ist, dürfte hinlänglich bekannt sein. Während meines Urlaubes (August 2005) habe ich dort etliche „Standing Stones“ bei Wanderungen – nicht nur in den Highlands – angetroffen, und manchen wird auch eine Grenzsteinfunktion zugeschrieben (z. B. als Weide- oder Grafschaftsgrenzstein).

Einen geheimnisumwitterten „Dane’s Stone“ mit nicht zu entziffernden Zeichen fand ich in Moulin (unweit von Pitlochry). Auch in der zugänglichen Literatur gibt es keine näheren Angaben, wie er seinen Namen erhalten hat.

Ein kulturhistorisch höchst interessanter Menhir namens „Kempock Stone“ steht auf einer (inzwischen umbauten) Anhöhe in dem Küstenstädtchen Gourock (westlich von Glasgow). Seeleuten diente er einst als Landmarke. Des weiteren sollen sich hier immer wieder „Hexen“ getroffen haben. In der Tat wurde denn auch 1662 eine Frau namens Marie Lamont dort als „enttarnte“ Hexe verbrannt.

 

 

Eine Besonderheit stellen die sog. „Pictish Stones“ (= Piktensteine) dar. Diese sind vornehmlich im Osten Schottlands anzutreffen und gehen auf das (vor-) keltische Volk der Pikten ( lat. Picti = „die Bemalten“) zurück. Diese Steine sind kunstvoll (mit vielen Symbolen) gestaltet und wurden von der Zeitenwende an bis ins frühe Mittelalter hin zu unterschiedlichen Zwecken – nachweislich auch als Grenzsteine – aufgestellt.

 

Ein sehr eindrucksvolles Exemplar steht in Dunfallandy (südlich von Pitlochry) – nicht mehr an seinem ursprünglichen Standort – und ist durch Glasscheiben geschützt. Die Rückseite wurde nach der Christianisierung der Pikten mit einem Kreuz versehen.

    

Näheres zu „alten Steinen“ im Süden Schottlands findet sich auf einer sehr empfehlenswerten website: http://www.ancient-stones.co.uk/

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