Ausgewählte Grenzsteine in Thüringen, Sachsen und Brandenburg

Seit dem Ende der DDR scheint dort die Beschäftigung mit historischen Grenzsteinen wieder von Interesse zu sein. Nicht nur auf dem Rennsteig in Thüringen haben sich bemerkenswerte Exemplare erhalten: Man denke an den imposanten „Kurfürstenstein“ (aus dem Jahre 1513 – mit Wappen des Fürstbischofs von Bamberg und des Kurfürsten von Sachsen) und weitere acht Grenzsteine entlang des „Schönwappenwegs“.

Kurfürstenstein 1    Kurfürsten-Grenzstein Rennstein
(Fotos: Wolfgang Weisheit)

Auch im Saaletal sollen noch alte Grenzsteine existieren, so z. B. in der Nähe von Jena bei Cospeda. In dem Wanderfüher von Harald Friedel („Auf Jenas Wanderwegen“, 1990) fand ich die Zeichnung eines Grenzsteines mit den Initialen AJ (= Amt Jena“), der Jahreszahl 1742 und der erhabenen Darstellung einer Traube.

In einem Leipziger Museum zum Gedenken an die „Völkerschlacht“ von 1813 entdeckte ich einen – eher achtlos aufgestellten – abgebrochenen Grenzstein mit den Initialen KS (= Königreich Sachsen) und KP (= Königreich Preußen).

In einer Broschüre zur Geschichte der Mark Brandenburg fand ich das Foto eines „kopflosen“ Grenzsteines. Erkennbar ist das Unterteil eines eingemeißelten Wappenschildes sowie der Schriftzug „Brandenburg“. Der Grenzstein soll aus dem 16./17. Jahrhundert stammen und seinen originalen Standort bei Golzow „hinter der Temnitzbrücke an der alten Poststraße“ (nahe Ruhleben) haben.

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