Grenzkreuze und -steine bei Johanniskreuz

Inmitten des Pfälzer Waldes, wo man tatsächlich glauben kann, dass sich hier Füchse “gute Nacht” sagen, kreuzen sich seit altersher mehrere Wege und Straßen, darunter eine von Neustadt/Weinstraße (via Elmstein) kommend, die auch Jakobspilgern als Teilstrecke Richtung Mosel dient(e). Das Geleitrecht für die über Johanniskreuz führenden Straßen stand einst den Herren von Hohenecken zu.

Ca. 100 m von den Häusern des Höhenluftkurorts entfernt stehen, unmittelbar an der B 48 Richtung Kaiserslautern, gleich drei Kreuze, darunter ein mittelalterliches Grenzsteinkreuz (Abb. rechts) mit einem Hohenecker Kreuz als Herrschaftszeichen. Um diese Grenze herum gab es andauernde Streitigkeiten wegen der umliegenden Waldungen. Als diese den Besitzer wechselten, ließ Johannes von Wilenstein 1273 sein Wappen gleich dreimal (!) einmeißeln.

Grenzstein Johanniskreuz 1

So kam dieser beliebte Ausflugspunkt (nebenbei hier auch Wasserscheide zwischen Mosel und Rhein) zu seinem Namen.

Grenzstein Johanniskreuz 2

Am Rande des großen (Motorrad-) Parkplatzes steht nebenbei ein Dreibänner, dessen Zeichen und Initialen mir (noch) nichts sagen. Als Jahreszahlen sind 1761 und 1773 eingemeißelt, und ich meine auf einer Seite auch einen Abtsstab erkennen zu können. Wer näheres zu diesem Stein und seiner Geschichte weiß, möge sich bitte mit mir direkt oder via Forum in Verbindung setzen.

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