Grenzsäule der Grafschaft Haag in Oberbayern

Etwa fünfzig km östlich von München liegt die Gemeinde Haag. Sie gab der kleinen Grafschaft auch den Namen. Diese umfasste neben dem Ort (mit Burg) zeitweise über 500 Dörfer, Weiler und Einöden auf einer Fläche von rund 300 qkm. Seit dem 13. Jahrhundert führten die Grafen im Wappen den sog. „Haager Schimmel. Die „Freie Reichsgrafschaft“, eine Enklave inmitten des bayerischen Hoheitsgebiets, existierte bis 1804.

Etwa 20 Grenzsteine bzw. Grenzsäulen mit dem charakteristischen Schimmel haben sich entlang der einst etwa 95 km langen Grenze noch erhalten, vor allem auf der Ostseite zwischen Isen (Markt) und Tulling. So steht in der Nähe der Dichtl-Mühle der sog. „Weiße Stein“. Diese Grenzsäule wurde 1632 gesetzt und trägt auf der Bayern zugewandten Seite das Rautenwappen.

Grenzstein Haag 1  Grenzstein Haag 2

(Fotos: Manfred Eder, Kirchdorf)

Weiter nördlich stehen drei weitere Grenzsteine mit dem „Haager Schimmel“ und dem bayerischen Rautenwappen, in der Nähe der Bundestrasse 12. Sie wurden um 1686 gesetzt.

http://www.museum-haag.de/forschung/fachbereiche/grenzen.htm

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